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TransferXChange 2026

15 Jahre Transferverbund Südwestfalen im Alten Casino Hemer

Der TransferXChange Innovationskongress 2026 markierte das 15-jährige Bestehen des Transferverbunds Südwestfalen und verdeutlichte die Relevanz strukturierter Kooperationsformate zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für die regionale Innovationsentwicklung. Im Alten Casino in Hemer kamen Vertreter:innen aus Unternehmen, Hochschulen und Netzwerken zusammen, um Transferprojekte, Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven zu diskutieren.

Impulse aus Politik und Praxis

Den Auftakt bildete die Begrüßung durch Landrat Ralf Michael Schwarzkopf, der die Rolle regionaler Vernetzung als Grundlage für Innovationsfähigkeit herausstellte. In der anschließenden Keynote adressierte Christian F. Kocherscheidt (EJOT) zentrale Fragestellungen zur Transformation in dynamischen Marktumfeldern. Die Panel-Diskussion knüpfte daran an und zeigte, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen auf funktionierende Transferstrukturen angewiesen sind, um technologische und organisatorische Veränderungen umzusetzen.

Praxisbeispiele aus der Region

Ein zentraler Bestandteil des Kongresses waren praxisnahe Transferprojekte. Unternehmen wie Raziol Zibulla & Sohn, ergotec – Wilhelm Humpert, SES Sandmann und SCHLAGER Industrieofenbau präsentierten gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern konkrete Anwendungsfälle – von der Optimierung industrieller Prozesse bis zur Reduktion von CO₂-Emissionen durch datenbasierte Ansätze.

Ein exemplarisches Projekt stellte SCHLAGER Industrieofenbau vor: ein digitales Tool zur Berechnung von Gas- und CO₂-Einsparpotenzialen in Thermoprozessanlagen. Entwickelt wurde die Lösung im Rahmen des Makerthons 2025 in Hagen, der unter anderem vom EDIH Südwestfalen mitorganisiert wurde, in Kooperation mit Studierenden der Fachhochschule Südwestfalen. Das Projekt zeigt, wie aus experimentellen Innovationsformaten anwendungsfähige Lösungen entstehen.

Forschung und Transferpotenziale

Ergänzt wurden die Praxisbeispiele durch Innovationspitches der Hochschule Hamm-Lippstadt und der Fachhochschule Südwestfalen. Themen wie digitale Führung, nachhaltige Logistik, neue Werkstoffe und selbstoptimierende Produktionssysteme verdeutlichten das Anwendungspotenzial aktueller Forschung.

Zusätzliche Impulse lieferten regionale Start-ups. Unternehmen wie ZELOCON, Morpheus Logistik und Zauberzeug präsentierten Entwicklungen in Bereichen wie Quantentechnologie, energieeffiziente Rechenzentren, Drohnenlogistik sowie KI- und robotikbasierte Anwendungen.

Austausch und Vernetzung

Der TransferXChange zeigte, dass Innovationsprozesse wesentlich durch interdisziplinären Austausch und belastbare Kooperationsstrukturen geprägt sind. Das abschließende „Tech-Café“ bot Raum für vertiefende Gespräche zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Medizintechnik und Defence und förderte den informellen Wissenstransfer.

Ausblick

Der Transferverbund Südwestfalen bestätigt mit dem Kongress seine Funktion als Schnittstelle zwischen Forschung und Anwendung und trägt zur Weiterentwicklung regionaler Innovationsökosysteme bei. Gleichzeitig wird die Bedeutung langfristiger Partnerschaften deutlich, die auch künftig durch gemeinsame Veranstaltungsformate weitergeführt werden.

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