Rückblick | 1.03.2024
Tagebuch – 1.3.2024: Start des Förderprojekts „QuantumMiniLabs“ – w.i.r.i. ist Projektpartner
Tagebuch – 1.3.2024: Start des Förderprojekts „QuantumMiniLabs“ – w.i.r.i. ist Projektpartner

„Quantentechnologie“ – dieser Begriff ist für viele Menschen abstrakt und schwer verständlich. Man hört manchmal davon, weiß aber kaum, was wirklich dahintersteckt. Quantensysteme zu erleben ist bisher für die meisten unmöglich; selbst Studentinnen und Studenten an Universitäten haben oft kaum die Möglichkeit, selbst zu experimentieren. Wenn überhaupt, dann nur in besonderen Laboren mit aufwendiger Technik. Dadurch fehlt den meisten ein wichtiger Teil des Lernens: das eigene Ausprobieren und Erleben.
Hier setzt das Projekt „QuantumMiniLabs“ an, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird. Verantwortlich für die Projektkoordination ist Prof. Michael Schäfer von der Hochschule Ruhr-West in Bottrop. Weitere Projektpartner neben dem wisnet innovation research institute (w.i.r.i.) sind unter anderem die Universität des Saarlandes, die Fachhochschule Münster – Steinfurt, die Universität Münster, die Friedrich-Schiller-Universität und das Start-up openUC2 in Jena.

Ziel ist es, Quantentechnologien für viele Menschen zugänglich zu machen. Dafür entsteht im FabLab der Hochschule Ruhr-West ein frei nutzbares Open-Source-Ökosystem, das Interesse weckt und Berührungsängste abbaut. Auf der Grundlage bereits bestehender Ideen wird damit eine günstige, modulare, skalierbare und leicht reparierbare Experimentierumgebung entwickelt. Und diese soll natürlich nicht nur gebaut, sondern auch aktiv genutzt werden: In einem ersten Schritt werden 100 Lernorte in ganz Deutschland damit ausgestattet. Studierende, die als sogenannte „Quantum-Technology-Coaches“ geschult werden, helfen vor Ort beim Einstieg und begleiten die Nutzung.
Das Besondere an den QuantumMiniLabs ist, dass sie erstmals einfache und bezahlbare Experimente mit modernen Quantensystemen ermöglichen. Lernende können Quanteneffekte selbst beobachten und praktisch erleben – nicht nur darüber lesen. Das macht das Thema greifbar und schafft Erfolgserlebnisse. Damit das alles zu einem erschwinglichen Preis möglich ist, wird ein spezielles Quantensystem genutzt, das bei Raumtemperatur stabil funktioniert: Diamanten mit sogenannten Stickstoff-Fehlstellen.
Das Projekt ist so angelegt, dass sich die Lernumgebung weit verbreitet und von vielen Menschen genutzt wird. So soll eine lebendige Gemeinschaft entstehen, die das QuantumMiniLab auch nach dem offiziellen Projektende am 28. Februar 2027 weiterentwickelt, verbessert und nutzt.
Mehr Informationen gibt es hier:
https://quantumminilabs.de/quantumminilabs-2/
https://wisnet.de/quantenphysik-zum-anfassen-das-quantum-minilab-im-hrw-fablab-bottrop
